Fachtagung / Journées d'étude
Strömungsvorgänge an Stauanlagen
Causes et effets des écoulements dans les barrages
Freibourg, 28. & 29. August 2003
Fribourg, 28 et 29 août 2003
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Stauwehr Burvagn :
Gesamterneuerung der Abflussorgane
Barrage de Burvagn :
Remplacement global des vannes
Frits
de Vries
IBA - Ingenieurbüro
für bauliche Anlagen
Zürich
Zusammenfassung
Das Kraftwerk Tiefencastel West mit dem Stauwehr Burvagn
wurde im Rahmen der ersten Ausbauetappe der Kraftwerke an der Julia des
Elektrizitätswerkes der Stadt Zürich (ewz) in den Jahren 1946 - 1949
erstellt. Der Aufstau der Julia um ca. 10 m durch das Wehr ergibt ein
Staubecken von ca. 200'000 m3 Inhalt, das dem Tagesausgleich für die
Kraftwerksstufe Tiefencastel West dient. Das Betriebswasser von maximal 10
m3/s wird durch einen 4.9 km langen Druckstollen und anschliessender
Druckleitung den zwei identischen Turbinen in der Zentrale Tiefencastel
zugeführt. Bei einem Bruttogefälle von 294 m ergibt sich eine maximale
Leistung von 24 MW.
Das Stauwehr Burvagn stand bis 1997 ohne wesentliche
Anpassungen in Betrieb. Immer wieder auftretende betriebliche Probleme mit
den Grundablässen gaben den Anstoss für eine Modernisierung der Anlage.
Eine umfassende Studie bildete die Grundlage für die Ausführung, welche
von Mitte 1997 bis Mitte 1999 dauerte.
Die drei Wehrfelder wurden mit neuen Grundablass-Schützen
und Stauklappen ausgerüstet. Die Wehrbrücke entstand ebenfalls neu.
Zudem wurden die Triebwassereinlaufschütze sowie die Spülschütze des
Sandfangs revidiert und modernisiert. Weitere bauliche Anpassungen
verhalfen der Anlage zu einer wesentlich besseren
Hochwassersicherheit.
Der Ablauf der Umbauarbeiten wurde derart gestaltet, dass
sich die betrieblichen Einschränkungen in engen Grenzen hielten. Zudem
wurde die Erneuerung der Wehrfelder in drei Arbeitsphasen aufgeteilt,
damit zu jeder Zeit mindestens zwei Wehrfelder dem Betrieb zur Verfügung
standen und die Hochwasser-Ableitkapazität des Wehres während des Umbaus
gewährleistet blieb.
Nach dieser umfassenden Modernisierung mit einem
Gesamtaufwand von 2,5 Mio. Fr. erfüllt das Stauwehr Burvagn die heute
gültigen Anforderungen in Bezug auf Betrieb und Sicherheit
vollumfänglich. Es wird damit in den kommenden Jahrzehnten dazu
beitragen, wertvolle erneuerbare Energie in Form von Wasserkraft in
Elektrizität umzuwandeln.
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