Schweizerische Talsperrenkomitee
Fachtagung 2005 - Interlaken - Einladung
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Fachtagung

Talsperren im heutigen Umfeld:
Auswirkungen der Klimaänderung, Verhalten und Sanierung von Talsperren

mit Exkursion zu den Staumauern Grimsel

Donnerstag / Freitag, 23. / 24. Juni 2005, Interlaken

Die Arbeitsgruppe Talsperrenbeobachtung des Schweizerischen Talsperrenkomitees lädt zur Teilnahme an der Fachtagung 2004 nach Martigny ein. Sie ist dem Thema Stauhaltungen und Sedimente gewidmet mit spezieller Behandlung von Fragen betreffend Untersuchungen, Spülungen und Umwelt.

Die Arbeitsgruppe Talsperrenbeobachtung des Schweizerischen Talsperrenkomitees lädt zur Teilnahme an der Fachtagung 2005 nach Interlaken ein. Sie ist dem Thema Talsperren in ihrem heutigen Umfeld, das von klimatischen, technischen und wirtschaftlichen Einflüssen geprägt wird, gewidmet.

Auch wenn diese Einflüsse mit der Zeit Veränderungen unterworfen sind, so sind auch dann der zuverlässige Betrieb und die Sicherheit der Stauanlagen zu gewährleisten. Dazu wurden drei Themen gewählt. Diese Vorträge des ersten Tages gehen auf diese Fragen ein.

Der durch Klimaänderungen hervorgerufene Gletscherschwund und der Rückzug der Permafrostgrenze können bedeutende Schutthalden freigeben und auftauen lassen oder es entstehen Moränenseen, was für die Unterlieger eine Bedrohung werden kann, wenn die Schutthalden in Bewegung geraten oder die Moränenseen ausbrechen. Die Frage nach den Auswirkungen solcher Phänomene auf Stauanlagen stellt sich regelmässig und wird an der Vortragsveranstaltung diskutiert.

Weitere äussere Einflüsse im Bereich von Stauanlagen, wie das Verhalten von Talflanken, Rutschungen sowie Um- und Unterströmungen können Auswirkungen auf ihre Sicherheit und ihre Betriebsweise haben, wie anhand von Beispielen gezeigt wird.

Die Erneuerung, Sanierung und Verstärkung von Talsperren, wie auch die Ausserbetriebnahme sind weitere aktuelle Themen, welche zur Sprache kommen werden.

Die Exkursion des zweiten Tages führt zur Stauanlage Grimsel der Kraftwerke Oberhasli AG. Der Grimselsee wird gebildet durch die beiden Staumauern Spitallamm von 114 m Höhe und Seeuferegg von 42 m Höhe. Mit einer Mauererhöhung soll im Rahmen des Ausbauprojektes "KWO plus", welches der Verbesserung der Ausnutzung des Wasserkraftpotentials dient, eine Vergrösserung des Nutzvolumens des Grimselsees von 74 Mio m3 erreicht werden. Dies ist ein Teil eines Gesamtprojekts von mehr als 15 Jahren Dauer und einem Investitionsvolumen von 1.2 Mia Franken. Bereits im Gange sind die Erstellung eines neuen Druckstollens, die Sanierung der Zentrale Innertkirchen 1 sowie der Einbau einer weiteren Turbine in der Zentrale Grimsel 1. An der Exkursion wird über die Bauvorhaben orientiert, verbunden mit einer Besichtigung.

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme der Fachwelt und aller, die an den Talsperren interessiert sind.

Schweizerisches Talsperrenkomitee
Arbeitsgruppe Talsperrenbeobachtung
Henri Pougatsch, Präsident

  Staumauer Spitallamm

Einladung und Programm                                             
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