Schweizerische Talsperrenkomitee
Fachtagung 2000 - Poschiavo
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Fachtagung
Kleine und mittlere Stauanlagen: 
Bau, Betrieb une Unterhalt für diverse Nützungen

Poschiavo, 15. und 16. Juni 2000

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Die Sanierung der Bernina-Nordmauer

Le confortement du barrage Nord de la Bernina

Karl M. Steiger

Colenco Power Engineering AG

Baden

Zusammenfassung

An der 80 Jahre alten Nordmauer des Lago Bianco auf dem Berninapass hatte sich ein durchgehender Horizontalriss, 5.8 m unterhalb der Krone gebildet, wodurch starke Durchsickerungen in Fundation und Mauer entstanden. Zudem waren plastische Deformationen bis 28 mm gegen die Wasserseite hin festgestellt worden. Zur Analyse der Schäden wurde die Instrumentierung verstärkt und der Beton auf Alkali Aggregat Reaktion untersucht. Neben der Überprüfung der Stabilitätssicherheit wurde eine dreidimensionale Finite Element Berechnung durchgeführt, anhand welcher der Grund für das Verhalten erklärt werden konnte. Neben der ungünstigen Form der 15 m hohen Gewichtsmauer, die sich aus den drei je ca. 100 m langen Bogen ergibt und den unterschiedlichen Baumaterialien, welche zu grossen temperaturbedingten Verformungen führten, ist das Betonquellen für die laufende Verschärfung des Problems verantwortlich.

Als günstigste Sanierungsvariante erwies sich der Abbruch und Neubau des oberen Teils der beiden höheren Mauerbogen, während der kleinere dritte Mauerbogen mit Stützböschungen gesichert wird. Die ganze Wasserseite der alten Bruchsteinmauer, wie auch der Übergang zum neuen Betonteil wird mit einer Flüssigfolie abgedichtet. Zur Erhöhung der Stabilitätssicherheit werden neue Drainagebohrungen vom luftseitigen Mauerfuss abgeteuft. Spezielle Untersuchungen wurden durchgeführt, um mit dem vorhanden Kiesmaterial einen Alkali Aggregat beständigen Beton herzustellen.

 

Lage der Extensometer                                  Projekt der sanierten Mauer

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