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Schweizerische Talsperrenkomitee
Rückblick 1948-1998 |
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Rückblick 1948-1998 |
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Marc Balissat (Deutsch von Walter Hauenstein) Bild 1: Flugbild der Zwillingsbogenmauer Hongrin. 1. Vor dem Komitee... die Kommission (1928-1948)Heinrich Gruner (1 873-1947), durch den Bau des Stauwehrs Laufenburg und das Projekt für die Talsperre Monsalvens bekannt gewordener Ingenieur aus Basel, vereinigte erstmals am 2. Oktober 1928 fünf Persönlichkeiten aus dem Ingenieurwesen um die Schweizerische Talsperrenkommission, die Vorgängerin des Schweizerischen Nationalkomitees für Grosse Talsperren (SNGT), zu gründen. Bei diesen fünf Personen handelte es sich um: ¨ Hans Eggenberger (1875-1958), Oberingenieur der Schweizerischen Bundesbahnen in Bern, ¨ Eugen Meyer-Peter (1883-1969), Wasserbauprofessor an der ETH in Zürich und Vertreter des Schweizerischen Wasserwirtschaftsverbandes (SWV), ¨ Max Ritter (1884-1946), Professor für Statik und Stahlbeton an der ETH in Zürich, ¨ Alfred Stucky (1892-1969), Wasserbauprofessor an der EPUL (heute ETH Lausanne), ¨ Alfred Zwygart (1886-1972), Oberingenieur der Nordostschweizerischen Kraftwerke (NOK) und Vertreter des SIA. Die statutarischen Ziele dieser Kommission waren: sich um die Probleme im Zusammenhang mit den Talsperren zu kümmern und Informationen und Erfahrungen betreffend deren Bau und Betrieb zu sammeln. Es handelte sich dabei um eine logische Folge, spielte die Schweiz doch bereits eine Pionierrolle in Europa mit dem Bau der Staumauern Montsalvens (1 920, erste Bogenmauer des Typs Jörgensen in Europa), Schräh (während einiger Jahre höchste Gewichtsmauer der Welt), Spitallamm (damals im Bau), eine bogenförmige Gewichtsmauer, die sich als mächtiger Riegel in den Granit des Aaremassivs einfügt. Zur kleinen Gründergruppe gesellten sich im Laufe der Jahre in alphabetischer Reihenfolge: ¨ Jean Bolomey (1879-1952), Professor für Werkstoffkunde an der EPUL in Lausanne, ¨ Otto Frey-Baer (1909-1973), Oberingenieur der Motor Columbus AG in Baden, ¨ Henri Gicot (1897-1982), beratender Ingenieur in Freiburg, ¨ Henri Juillard (1896-1985), Ingenieur der Kraftwerke Oberhasli in Innertkirchen, ¨ Arnold Kaech (1881-1965), Oberingenieur der Kraftwerke Oberhasli in Innertkirchen, ¨ Maurice Lugeon (1870-1953), Geologieprofessor an der Universität Lausanne, ¨ Ernst Martz (1879-1959), Präsident des Vereins Schweizer Zement-, Kalk- und Gipsfabrikanten in Zürich, ¨ Walter Schurter (1889-1965), eidgenössischer Oberbauinspektor in Bern, ¨ Mirko Roš (1879-1962), Professor für Werkstoffkunde an der ETH in Zürich, ¨ Mirko Roš jun. (1913-1968), beratender Ingenieur in Zürich. Ebenfalls im Jahre 1928 wurde die International Commission on Large Dams (ICOLD) gegründet, welche aus dem Weltenergierat hervorging. Die Schweizerische Talsperrenkommission vertrat die Schweiz bei ICOLD ab 1930. Die Wirtschaftskrise der 30er Jahre führte in der Schweiz zu einem Rückgang des Ausbaus der Wasserkraftnutzung. Um bei den noch verbleibenden Projekten Materialeinsparungen vornehmen zu können, wurden die ersten Pfeilerkopfmauern der Schweiz erstellt (Dixence, 1935, und Lucendro, 1947). Die Staumauer Lucendro, deren Bau während der Kriegsjahre begonnen wurde, führte zu erheblichen Diskussionen, weiche die Protokolle der Talsperrenkommission während mehrerer Jahre füllten. Die Staumauer Lucendro besass Pfeilerköpfe vom Typ Nötzli, welche wesentlich dünner waren als diejenigen der Staumauer Dixence. Die Bombardierungen der Möhneund Edertalsperren in Deutschland durch die Royal Air Force im Mai 1943 riefen daher bei den zivilen und militärischen Behörden ernste Zweifel über die Verletzlichkeit dieser Talsperren bezüglich kriegerischer Handlungen oder Sabotageakten hervor. Während das Eidgenössische Militärdepartement eine minimale Dicke der Mauern über deren ganze Höhe vorschreiben wollte, was das "Aus" für die Pfeilerkopfmauern bedeutet hätte, war die Kommission der Meinung, dass keine Staumauer absolut unzerstörbar sei, dies insbesondere nach dem amerikanischen Atombombenabwurf auf Japan im Jahre 1945. Die Lösung müsste deshalb in einer Kombination zwischen Absenkung des Wasserspiegels und minimaler Mauerstärke unterhalb der Absenkkote gefunden werden. Die seitliche Stabilität der Pfeilerköpfe vom Typ Nötzli wurde ebenfalls in Frage gestellt. Schliesslich konnte die Staumauer Lucendro 1947 in Betrieb genommen werden. Dazu mussten aber Rippen als Verstärkungen zwischen den Pfeilern eingebaut werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die internationalen Kontakte wieder aufgenommen. Es war zu dieser Zeit, als Heinrich Gruner realisierte, dass der kleine Klub von Spezialisten in ein nationales Komitee umfunktioniert werden müsste, weiches über bedeutendere finanzielle Mittel verfügen würde. Gesundheitlich angegriffen, inspirierte er seinen ehemaligen Mitarbeiter Henri Gicot, sich der Gründung des SNGT anzunehmen. Dieser führte am 20. Dezember 1948 die Gründungsversammlung durch. Heinrich Gruner, im Vorjahr verstorben, erlebte diese Gründung nicht mehr.
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2: Die Gewichtsmauer Grande Dixence wurde 1951 bis 1961 gebaut.
2. Die ersten Jahre (1948-1955)An der Gründungsversammlung nehmen die Mitglieder der Talsperrenkommission teil, verstärkt durch Vertreter der Bauwirtschaft (9 Bauunternehmer), von Elektrizitätsgesellschaften (11 Gesellschaften) und der Maschinenindustrie (4 Unternehmen). Das Nationalkomitee wird praktisch entsprechend den heute noch gültigen Strukturen organisiert, nämlich mit ¨ ueinem Vorstand von drei Personen (Präsident, Vizepräsident, Sekretär-Kassier), ¨ einer wissenschaftlichen Kommission mit rund 15 Mitgliedern, ¨ zwei Rechnungsrevisoren. Die wissenschaftliche Kommission trifft sich ein- bis zweimal pro Jahr. Technische Probleme werden im Plenum diskutiert. Einzelexpertisen oder Arbeiten von Unterkommissionen bilden eine solide und gut dokumentierte Basis für die Diskussionen. Die Generalversammlung wird einmal pro Jahr, in der Regel gegen das Frühjahr hin, abgehalten. Auf Anhieb zählt das Nationalkomitee 68 Mitglieder, mehrheitlich Firmen und Organisationen, wovon 16 Mitglieder der wissenschaftlichen Kommission. Es handelt sich um einen grossen Schritt nach vorne im Vergleich zur Talsperrenkommission. Die neue Verbindung mit der Industrie erlaubt es, sich insbesondere im Ausland stärker zu behaupten. Auf diese Art entsteht ein schweizerischer PavilIon an der Technischen Ausstellung im Rahmen des ICOLD-Kongresses 1951 in Neu-Delhi, leider ein nie mehr wiederholtes Ereignis. Die Schweiz, verschont vom Zweiten Weltkrieg, erlebt eine nie dagewesene wirtschaftliche Entwicklung. Eine Vielzahl von Wasserkraftwerken wird projektiert oder ist in Ausführung begriffen. Erwähnt seien Grande Dixence, Mauvoisin, das Kraftwerk Gougra mit den Talsperren Moiry und Turtmann, Göscheneralp, die Kraftwerke Hinterrhein mit den Stauseen Valle di Lei, Sufers und Bärenburg, die Bergeller Kraftwerke mit der Staumauer Albigna, die Bleniokraftwerke mit Luzzone und Malvaglia, um nur einige der wichtigsten zu erwähnen. Die Verletzlichkeit der Staumauern bleibt auf der Traktandenliste der Diskussionen. Eine Untergruppe nimmt sich speziell der direkten und indirekten Auswirkungen von Bombenabwürfen auf Staumauern an. Die Staumauer Cleuson, vom Typ Nötzli wie Lucendro, darf 1950 erst in Betrieb genommen werden, nachdem die Hälfte ihrer Hohlräume ausgefüllt worden ist. Es handelt sich bei dieser Anlage um den letzten Vertreter dieses Mauertyps. Eine andere Untergruppe nimmt sich der Probleme des Betons an, insbesondere der Erhöhung der Frostbeständigkeit durch die Beimischung von Luftporenbildnern sowie durch die Begrenzung der Abbindewärme. Der Besuch der internationalen Betonkommission, einer Arbeitsgruppe von ICOLD, erlaubt es dem Nationalkomitee, auch internationalen Gästen eine ganze Reihe grosser Baustellen zeigen zu können. Der Präsident, Henri Gicot, führt die Tradition der Jahresexkursion ein. Es versteht sich von selbst, dass man über lange Jahre die Qual der Wahl eines Exkursionsziels unter den vielen und vielfältigen Baustellen hatte.
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3: In den Jahren 1989 bis 1991 wurde die Bogenmauer Mauvoisin
3. Der grosse Aufschwung im Schweizer Talsperrenbau (1956-1969)Der Talsperrenbau erlebt in dieser Zeit einen noch nie dagewesenen Aufschwung: dies nicht nur bezüglich Anzahl gebauter Sperren, sondern auch bezüglich Kühnheit und Qualität der Ausführung. Rekorde werden erreicht: Die Staumauer Mauvoisin (237 m) ist bei ihrer lnbetriebnahme (1957) die grösste Bogenmauer der Welt, Grande-Dixence (285 m), 1961 fertiggestellte Gewichtsmauer, hält heute noch den weltweiten Höhenrekord für diesen Talsperrentyp. Die grossen Baustellen der Alpen rufen die Bewunderung eines grossen Teils der Bevölkerung hervor. Diese Begeisterung widerspiegelt den noch intakten Glauben in den technischen Fortschritt. Gewisse Schriftsteller sind bestrebt, die besondere Stimmung der hochalpinen Baustellen und den Respekt, vermischt mit Angst, den ihnen diese pharaonischen Bauwerke einflössen, zu beschreiben (siehe Kästchen). Schwere Unfälle im Ausland (Katastrophe von Malpasset, 1959, und Vajont, 1964) bewirken dennoch ein verständliches Unbehagen bei der Bevölkerung und den zuständigen Behörden. Das Eidgenössische Amt für Strassen- und Flussbau, Oberaufsichtsbehörde über die Talsperren, verlangt, dass die Stabilität der Flanken sämtlicher Talsperren sorgfältig untersucht werde. Die Messungen von Auftriebsdrücken und die Drainagesysteme mehrerer Anlagen werden verstärkt. Seit Beginn der 60er Jahre entwickelt die Wissenschaftliche Kommission die Tendenz, technische Diskussionen an Untergruppen zu delegieren, welche fortan Arbeitsgruppen genannt werden. Unter anderem versucht sie, den schweizerischen Einfluss bei ICOLD zu verstärken. Auf diese Weise werden einige Mitglieder der Wissenschaftlichen Kommission in internationale technische Komitees, weiche neu gegründet werden, berufen. Das Bedürfnis, die Kenntnisse über die schweizerischen Talsperren zu verbreiten, führt zu Publikationen über die schweizerische Talsperrentechnik (Kongress von Rom, 1961, Exekutivversammlung in Lausanne, 1965). Diese Publikationen erfreuen sich eines grossen Erfolgs bei den Fachleuten auf der ganzen Welt. Es ist interessant zu wissen, dass sich bereits zu dieser Zeit gewisse Mitglieder der Wissenschaftlichen Kommission über die Flut von Beiträgen zu jedem Kongress Gedanken machen. In Anbetracht des aus heutiger Sicht bescheidenen Ausmasses an damaligen Berichten, ist man geneigt, diese Bedenken mindestens als verfrüht zu betrachten!
Talsperren: aus der Sicht des Poeten Auszug aus Barrages, von André Guex (1956) ... Ein Berg lässt uns mit Schrecken an die versteckten Kräfte im Erdinnern denken, welche diese Felsmassen aufgehoben und gegen das Blau des Himmels geschleudert haben. Eine Staumauer setzt uns in immer neue Verwunderung vor der langsamen und sicheren Präzision, mit der sie von Menschenhand geschaffen wurde, vor dem subtilen mathematischen Fachwerk, welches in seinem Netz unsichtbarer Linien, wie in einem Netz der Spinne, diesen Koloss von Material hält... ... Die beunruhigende Schönheit der Hochgebirgsbaustellen erscheint nicht allen auf den ersten Blick. Demjenigen, der zum ersten Mal in diese feindliche Welt eindringt, wo Tausende von Men6chen ihr Leben leben, dem erscheint die Staumauer wie eine Herausforderung. Hier liegt das Reich der Destruktion. Man sieht alle Kräfte am Werk, die versuchen wegzuschaffen und umzustürzen, was der Mensch geschaffen hat. Das Eis, der Schnee, das Wasser, die Kälte und der Wind sind die Herren dieser Orte. Gegen sie muss man das Bauwerk erstellen, dessen wichtigste Eigenschaft es ist, dem Menschen zu dienen... (übersetzt aus Editions Rencontre, Lausanne 1956)
1967 wird im SNGT die Frage nach der künftigen Ausrichtung des Nationalkomitees diskutiert. Mit der Aussicht auf den zu Ende gehenden Talsperrenbau im Laufe des nächsten Jahrzehnts vertreten die einen die Ansicht, dass die Akzente auf die Kontrolle und Beobachtung der bestehenden Sperren gerichtet werden müssten. Andere, in grossen Ingenieurunternehmungen international tätig, wünschen die Fortsetzung der Diskussion aktueller, mehrheitlich auf die Konzeption und den Bau ausgerichteter Probleme, welche nicht nur die Betonsperren umfassen, sondern, bedingt durch die Häufigkeit dieser Sperrentypen in vielen Ländern, auch Erd- und Feisschüttdämme. Der Kongress von Montreal (1970) gibt sowohl den einen wie auch den anderen die Möglichkeit, ihr Wissen in einem umfassenden Werk, Swiss Dam Technique, zu präsentieren. Kurz zuvor (1967) wird die Arbeitsgruppe Talsperrenbeobachtung gegründet. Diese Arbeitsgruppe mit dem Obernamen Kommission Schum, nach ihrem Präsidenten und damaligen Chef der Sektion Talsperren beim Amt für Strassen- und Flussbau, wird zu einer der künftigen Triebfedern des SNGT. Seit 1970 organisiert sie insbesondere die bei den Ingenieurbüros und Betreibern hochgeschätzten jährlichen Talsperrenseminare. Zur selben Zeit (1969) gibt auch die Vernehmlassung zur Revision der Talsperrenverordnung Anlass zu intensiven .Diskussionen im Rahmen der Wissenschaftlichen Kommission. Betroffen davon ist insbesondere der Wasseralarm und seine unheilvolle psychologische Wirkung, welche er auf die Bevölkerung der Alpentäler ausüben könnte. Nachdem mehrere Elektrizitätsgesellschaften dem Komitee beigetreten sind, zählt dieses Ende der 60er Jahre mehr als 90 Mitglieder (1967: 93). Bild
4: Der Staudamm Göscheneralp des Kraftwerks Göschenen AG
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5: Einsatz von Betonvibratoren auf einer Staumauerbaustelle in den 50er Jahren.
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9: Einsatz von Erdbaumaschinen auf der Baustelle 4.
Ende der grossen Talsperrenprojekte in der Schweiz
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Unterkommissionen und Arbeitsgruppen
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Figure 13: Barrage-voûte d'El Cajón, au Honduras, construit de 1979 à 1985 (Projet Motor-Columbus Ingenieurunternehmung AG) |
Schweizerisches Talsperrenkomitee
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An der Schwelle zum 21. Jahrhundert sind wir gezwungen, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Wenn auch'davon auszugehen ist, dass vorderhand keine neuen grossen Talsperren in der Schweiz gebaut werden, stellt sich doch eine Reihe Probleme im Zusammenhang mit der Alterung der bestehenden Anlagen und ihrer allfälligen Modifikation (Erhöhung, Modernisierung der hydraulischen Einrichtungen usw.).
Betreffend die "Krankheitsbilder,> der Talsperren verdient die Alterung des Massenbetons (langfristiges Kriechen, Alkaliaggregatreaktionen, Kalkauslaugung) detaillierter untersucht zu werden. Dasselbe gilt für das Verhalten der Fundationen (saisonales Öffnen von Klüften, Entwicklung von Auftriebsdrücken, Verstopfung von Drainagesystemen usw.), wobei zu beachten ist, dass in diesen Fällen eine Verallgemeinerung problematisch ist und jeder Fall individuell behandelt werden muss.
Das stetig steigende Bedürfnis der Bevölkerung nach Sicherheit wird zur Planung und zum Bau neuer Schutzbauten führen, speziell gegen Hochwasser und Geschiebetrieb. In gewissen Fällen erreichen diese Bauwerke respektable Ausmasse und verdienen eine entsprechende Auslegung und Überwachung.
Es ist wichtig, dass sich das SNGT weiterhin mit der Anwendung neuer Bautechniken für Talsperren auseinandersetzt (z.B. Walzbeton, Membrandichtungen, bituminöse Produkte, Anwendung von Epoxiharzen, Abkühlungsprozesse beim Beton usw.) und den internationalen Erfahrungsaustausch pflegt.
Die bevorstehende Liberalisierung des Strommarkts mit ihrer zunehmenden Konkurrenzierung der Wasserkraft birgt die Gefahr in sich, dass die Mittel für die C)berwachung und Instandhaltung der Talsperren knapp werden. Es gilt wachsam zu sein, dass nicht bewährte Dispositive vernachlässigt oder gar aufgegeben werden.
Schliesslich muss sich das SNGT auch um die Rekrutierung neuer Fachleute kümmern, sei dies im Bereich Projektierung, Überwachung oder Instandhaltung grosser Bauwerke, wie sie die Talsperren darstellen.
Diese interessanten Herausforderungen rechtfertigen den Willen zum Weiterbestehen des SNGT weit ins nächste Jahrhundert hinein.
| Adresse des Verfassers : Marc
Balissat, ing. civil EPFL/SIA, Stucky Ingénieurs-Conseils SA, 33 rue du Lac, case postale, CH-1020 Renens, e-mail:marc.balissat@stucky.ch |
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14: Die Mehrzweckanlage Atatürk in der Turkei, Bauzeit 1983 bis 1993
(Projekt Electrowatt Ingenieurunternehmung AG)
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15: Die Bogenmauer Zimapan in Mexiko schliesst eine sehr
enge Schlucht mit praktisch vertikalen Wänden ab.
(Projekt Studio Lombardi SA)
© Schweizerisches Talsperrenkomitee, c/o Laboratoire de constructions hydrauliques, DGC-EPFL-Ecublens, CH-1015 Lausanne