Die verschiedenen Bauweisen von Talsperren
Talform, Geländebeschaffenheit und am Ort verfügbare Baustoffe
bestimmen den Typ der Talsperre. Staumauern bestehen aus Beton oder
Natursteinmauerwerk, Dämme aus Erde und Steinen.
Die Bogenstaumauer
|
Die Bogenstaumauer ist besonders elegant; die Kraft des gespeicherten Wassers wird
durch die sowohl in vertikaler wie in horizontaler Richtung gekrümmte Mauer
auf die Talflanken übertragen.
|
 |
|
|
|
Bild 8 Bogenstaumauer Moiry, Kraftwerke
Gougra. |
Die Gewichtsstaumauer
Sie besitzt im Prinzip
einen dreieckigen Querschnitt. Ihr Eigengewicht allein reicht aus, um das
aufgestaute Wasser zurückzuhalten.
Eine Zwischenlösung stellt die Bogen-Gewichtsmauer dar. Sie erreicht die
nötige Standfestigkeit teils durch ihr Eigengewicht und teils durch
Abstützen auf die Talflanken.
 |
 |
|
Bild 9 Gewichtsmauer Grande Dixence |
Die Pfeilerstaumauer
Sie ist eine Betonmauer mit Pfeilern und materialsparenden Zwischenräumen. Die Pfeiler stützen die relativ dünnen Zwischenwände und leiten die Kräfte in den Untergrund
ab. Diese Konstruktion wurde in der Schweiz sehr wenig angewendet (Lucendro, Lessoc, Rossinière, Les Marécottes). Von dieser Konstruktionsart unterscheidet man die Untertypen Pfeilerkopfmauer, Plattenmauer und Vielfachbogenmauer.
|

|

|
|
|
Bild 10 Pfeilermauer Lucendro, AareTessin. |
Der Staudamm
Im Gegensatz zur Staumauer ist der Damm im Querschnitt wesentlich breiter als hoch. Er hat in der Regel in seinem Innern einen dichten Kern
aus Tonmaterial, der beidseits durch sorgfältig ausgewähltes und entsprechend eingebautes Erd- oder Felsmaterial gestützt wird. Anstelle einer Abdichtung im Innern
kommen auch Dichtungsbeläge aus Asphalt oder Beton an der wasserseitigen Oberfläche zur Anwendung.
|
|
|
Bild 11 Staudamm Göscheneralp Kraftwerk Göschenen.
|
|